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Du fragst dich, ob du zur Bundeswehr gehen sollst?

Du kennst die Werbung, sie begegnet dir überall. Sicherer Job, ordentlich Geld, dazu noch der Führerschein - klingt gut für dich?

Andererseits: Schon 2029 seien die Russen stark genug, uns anzugreifen, sagen Politiker. Und wenn? Will ich sie daran hindern? Mein Leben aufs Spiel setzen? Ist es das wert?

Welche Freiheit soll ich denn hier verteidigen? Welche Sicherheit? Wie sicher ist mir eine Lehrstelle oder ein Job, ein WG-Zimmer oder eine Wohnung? Eine Umwelt, in der es sich angesichts der Klimakatastrophe noch leben lässt? Und eine Zukunft, in der ich ohne Flaschensammeln in Würde alt werden kann?

Was, wenn ich sage: Wenn ihr unbedingt Krieg führen wollt, macht ihn doch alleine! Ich bin NICHT dabei!

Ich will eine friedliche Welt.

Anstatt uns auf Waffen und Technik heiß zu machen, versucht es doch mal mit ernsthaften Angeboten für ein friedliches Zusammenleben in Europa!

Seit diesem Jahr müssen alle männlichen 18-Jährigen einen Fragebogen ausfüllen, Frauen freiwillig.

Alle ab 2008 geborenen Männer müssen sich mustern lassen. Melden sich zu wenige Freiwillige, wird die Wehrdienstpflicht unvermeidbar.

Du willst den Kriegsdienst verweigern?

Das Grundgesetz sagt: „Niemand darf gegen seinen Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“

Kriegsdienstverweigerung ist eine persönliche Gewissensentscheidung. Sie kann aber auch als gemeinsamer Widerstand gegen eine maßlose staatliche Kriegspolitik verstanden werden.

Im letzten Jahr hat der Bundestag ein 500 Milliarden Euro schweres Aufrüstungsprogramm beschlossen. Die Ausgaben für die Bundeswehr sollen auf 5 Prozent des Bruttosozialprodukts steigen. Das sind, je nach Rechnung, bis zu 50 Prozent des Bundeshaushalts.

Womit wird das bezahlt? Mit Kürzungen im sozialen Bereich, bei Schulsanierungen, Lehrerstellen, Unterrichtsangeboten. Arbeitslosigkeit, unter jungen Menschen besonders hoch, wird immer mehr zur Bedrohung. Maßnahmen für den Klimaschutz werden gestrichen, Wohnungen werden unbezahlbar, weil der Staat nicht eingreift.

Tipps und Infos

Heidi Reichinnek im Interview mit Profis

www.youtube.com/watch?v=6o52LiNtRkA

 

Wie geht verweigern? Eine Anleitung

kdv.dfg-vk.de

 

Die Linke: FAQ zur Wehrpflicht

www.faqwehrpflicht.de

 

Weitere Informationen

linx.rosalux.de/wehrpflicht-20-oder-freiwillig-in-den-krieg

Wir sollen kriegstüchtig werden.

Und wer profitiert?

Ganz direkt natürlich die Rüstungskonzerne. Deren Aktienkurse sind seit dem Beginn des Ukrainekrieges 2022 teilweise um mehr als 800 Prozent gestiegen.

So ist es immer: Wo die friedliche Lösung von Konflikten scheitert, können die Aktionär*innen von Rheinmetall & Co. auf enorme Gewinne hoffen. Sie haben deshalb ein starkes Interesse an Kriegstreiberei.

Es profitieren aber auch andere Industrien, die durch Kriege Zugang zu Rohstoffen und billigen Arbeitskräften erhalten. Staaten des Globalen Nordens, in denen sich diese Industrien meist befinden, gehen dabei als “Gewinner” gegenüber dem Globalen Süden hervor.

Die Linke fordert:

▶ Keine Wiedereinführung von Wehrpflicht und Ersatz- oder Zwangsdiensten! Statt dessen brauchen wir eine Politik, die auf Frieden, Diplomatie, Deeskalation und Abrüstung setzt.

▶ Keine Werbung für die Bundeswehr an Schulen und Hochschulen. Zivilklauseln an den Unis müssen verteidigt und ausgeweitet werden!

▶ Keine Rekrutierung von Minderjährigen!

▶ Zivile Ausbildung und Studium für alle zugänglich machen: Damit das Grundrecht auf freie Berufsausbildungswahl realisiert werden kann, streiten wir in Schulen, Betrieben und Hochschulen für gute Entlohnung und BAFöG für alle.

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